Skapegoat - allaboutaway
Vor zehn Jahren gegründet hat die Schwäbisch Gmünder Band im Jubiläumsjahr nicht nur Grund zu feiern, sondern auch einen langen, gewundenen Weg hinter sich. Umbesetzungen, Proberaumwechsel, Zwangspausen, aber auch Positives wie ihr erstes Werk „Album of the Universe“ und der Gewinn des Nachwuchswettbewerbs Headliner 2002 liegen hinter ihnen. Und ich muss ehrlich gestehen, dass ich das so nicht erwartet hätte. Mir hat das letzte Album ja schon gefallen, hab die Band aber leider nie live gesehen und, da sie wohl auch nicht soo aktiv waren, auch etwas aus den Augen verloren. Und dann so was! Das ist auf jeden Fall die Eigenproduktion, die mich in diesem Jahr aus der Region am meisten begeistert. Los geht´s mit einem siebenminütigen Brocken von einem Song, der die weitere Marschrichtung gut vorgibt, melancholische Songs, die sich langsam aufbauen/steigern, mit gelegentlichen heftigen Eruptionen und nur sehr wenig Gesangspassagen. Eigen ist das, und zwar völlig ohne negativ, schrullige Konnotation, vielleicht am ehesten noch mit Bands wie Isis und Cult of Luna zu verbinden. Auch soundtechnisch ganz anders als, das, was sonst versucht wird, nämlich auf Biegen und Brechen überfett zu klingen. Skapegoat kommen mit einem sehr erdigen Sound, besonders das Schlagzeug ist oft charmant rumplig; geschickt eingewobene Elektrosprengsel und ähnliche Soundspielereien, Streicher, Handclaps und hier und da auch ein Effekt auf dem Gesang runden das Bild ab. Identität, Atmosphäre, Emotion, Charme, alles in Hülle und Fülle da, was will man mehr!? www.skapegoat.de (tj)




