Crimson Moonlight - Veil of Remembrance
Gleich vorneweg: ich bin mal definitiv kein Black Metal Experte! Was ich seither aber auch noch nicht wusste, ist dass es christliche Bands in dem Genre gibt; quasi White Black Metal – und ich vermute jetzt einfach mal, dass die Band somit einen Sack voll hingebungsvoller Feinde in Skandinavien und der Black Metal Szenen hat. Mit „Veil of Rememberance“ liegt bereits das zweite Album der Schweden vor, mittlerweile haben sie gänzlich auf den Einsatz von Keyboards verzichtet um den Sound noch brutaler zu gestalten – was ihnen durchaus gelungen ist. Derbste Knüppel-aus-dem-Sack Songs, die nur selten vom Blast-Beat-Pedal gehen, in deftigen Breaks stoppen um dann kurz im Mid-Tempo Kräfte zu sammeln und dann nur umso vehementer wieder auf die zwölf kloppen. Dabei ist das musikalisch gar nicht so stumpf, wie sich das jetzt anhört, wenn es sowas wie Progressive Black Metal gibt, dann zählen Crimson Moonlight sicher dazu. Denn technisch/spielerisch ist das durchaus versiert und damit man das auch hört, ist der Sound auch nicht so kultig schwammig wie bei manch anderem Genre-Release. Der Mann am Mikro (Simon Rosén) ist auch lobend zu erwähnen, denn er bringt mittels Growls und dem stilprägenden Gekeife die Aggression, Wut und Power wirklich gut und abwechslungsreich rüber. Auf dem Bandfoto ist auch keins der sechs Bandmitglieder (drei Gitarristen!) geschminkt, es sind weder irgendwelche Schwerter oder sonstige Waffen, kultische Gegenstände und auch keinerlei nackte Frauen im Booklet abgebildet und somit werden auch souverän sämtliche sonstigen Klischees umschifft. (tj)




