Trivium - Ascendancy
Das Debüt von Trivium „Ember To Inferno“, welches noch auf Lifeforce erschien, ist mir als zwar rundum solides aber nicht gerade wegweisendes Metalcore Album in Erinnerung. Eine ganz andere Erinnerung wird jedoch das aktuelle Album der Band aus Florida hinterlassen. Das ist nämlich, um es vorweg zu nehmen, ein echter Knaller. Geboten wird Metalcore der stilistisch ein ganzes Stückchen näher am Metal ausgerichtet ist als am Hardcore. Nach einem stimmungsvollen Klavierintro legt die Band mit tonnenschweren Riffs los. Die Songs stellen eine originelle Synthese aus harten Riffs, melodischen Gitarrenleads, geschickt gesetzten Breaks, markantem Gesang und brutalen Shouts. Dabei ist besonders auffällig, dass die Band bei der Gitarrenarbeit nicht nur von den üblichen Verdächtigen wie In Flames und Konsorten sondern auch von 90er Thrash Metal Kapellen inspiriert wurde. Der Stilmix scheint zwar wenig originell zu sein, schließlich verbinden auch Bands wie Killswitch Engage oder Unearth genau diese Elemente. Trivium setzten den Sound jedoch so gekonnt um, dass sie bald mit den genannten Bands in einem Atemzug genannt werden dürften. Die Riffs klingen keineswegs ausgelutscht sondern knallen amtlich. Auch die Melodien zünden und die Gesangsmelodien krallen sich im Ohr fest. Die Songs verfügen über reichlich Dynamik und bleiben so interessant. Auf Ascendancy werden die melodischen und harten Elemente so natürlich verwoben, dass zu keiner Zeit die Energie flöten geht. Den Rest besorgt die druckvolle Produktion. Ich hätte ehrlich gesagt nach der letzten Unearth Platte nicht gedacht, dass mich eine Metalcore Platte so schnell wieder umhaut. Ascendancy hat es aber geschafft. (rg)




