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Metallica / Slayer / Motörhead / Megadeth /

18.06.2010, Jonschwil, Festival

Das Sonisphere Festival in der Schweiz lockte mit seinem fantastischen Lineup tausende Metal Fans in das beschauliche Kaff Jonschwil bei Wil. Die auftretenden Bands ließen jedes Metallerherz höher schlagen. Allen voran die Big Four des Thrash. Metals (Metallica, Slayer, Megadeth und Anthrax), die zum ersten Mal in dieser Form in Europa zu sehen waren. Weitere Hochkaräter wie Motörhead, Rise Against, Alice In Chains, As I Lay Dying, Volbeat und Amon Amarth komplettierten neben anderen das Bombenlineup. Leider schafften es die Veranstalter durch absolute Missorganisation das Festival zu einem Desaster werden zu lassen.

Der anhaltende Dauerregen war bereits im Vorfeld ein schlechtes Omen.  Was sich aber tatsächlich am Festival abspielen sollte, hätten wir uns in unseren kühnsten Träumen nicht vorstellen können. Der geneigte Festivalbesucher kann Vorkehrungen in Form von geeigneter Kleidung treffen, gegen das totale Versagen der Veranstalter kann man sich aber leider nicht wappnen.

Alles begann schon vor dem Einlass. Nach einem durchaus akzeptablen und auch eingeplanten Stau wurden wir auf unseren Parkplatz gelotst. Dieser lag ca. 5km vom Festivalgelände entfernt. Gut, mag ja sein, dass das Gelände es einfach nicht anders her gibt, aber wo sind die Shuttlebusse? Es gab schlichtweg keine. Also auf zum ca. einstündigen Fußmarsch durch verschlammte Wege. Hier machte sich bereits der erste Ärger breit. Eigentlich wollten wir Anthrax sehen, das konnten wir trotz des großzügig eingeplanten Zeitpuffers abhaken. Der Oberhammer war aber, dass dieser Parkplatz zusätzlich freche 20 CHF Gebühren kosten sollte. Reine Abzocke.

Am Einlass erwartete uns eine  riesige Schlange, die komplett im Matsch stand. Es ging nichts voran und der Schlamm war nur eine erste Vorschau auf das, was uns drinnen noch viel schlimmer erwarten sollte. Nach der ersten Schlange kam gleich die zweite zur Security Überprüfung. Warum kann man Kartenkontrolle und Securitycheck nicht in einem Zuge machen?

Endlich im Festivalgelände angekommen bot uns ein Bild, was ich in dieser Form noch nie gesehen habe. Ein See aus flüssigem Schlamm. Man sank bei jedem Schritt in Richtung Bühne mindestens knöcheltief ein. Jeder Schritt war ein Blindflug, man wusste nicht, ob man auf einer darunter liegender Flasche ausrutschte oder einfach extrem tief einsank. Wir hatten Glück, dass keiner von uns einen Schuh verloren hat.

Anthrax waren zu dem Zeitpunkt, als wir in Richtung Bühne wateten, bereits vorbei und die Kiddie Band Bullet For My Valentine interessierte uns nicht. Umso mehr interessierte uns aber das Spiel der deutschen Mannschaft im Rahmen der Fußball WM. Im Vorfeld wurde groß die Übertragung auf einer Großleinwand angekündigt. Hier schon die nächste Enttäuschung. Statt das Spiel auf einer der zwei großen Leinwände an der Bühne zu übertragen, wie das beispielsweise vorbildlich auf dem With Full Force vor vier Jahren der Fall war, wurde das Spiel in einem kleinen Zelt übertragen. Das war natürlich übervoll und man konnte kaum einen Blick auf die Leinwand erhaschen. Angesichts der Menge an deutschen Fans die anwesend waren ziemlich blöd.

Aber gut, es ging auf diesem Festival ja um Musik und nicht Fußball. Als wateten wir weiter zur Bühne, um Alice In Chains zu sehen. Auf dem Weg dorthin wollten wir noch schnell unseren Durst stillen. Im Getränkezelt offenbarte sich uns schon der nächste Organisationsmangel. Hier waren eine Handvoll Servicekräfte damit beschäftigt, hunderte von Metalheads zu bedienen. Auf keinem anderen Festival auf dem ich in den letzten 15 Jahren war, war dies ein nennenswertes Problem. Hier musste man das Getränkeholen generalstabsmäßig planen um möglichst wenig von den Bands zu verpassen. Wir hatten zugegeben immer recht viel Glück und hatten unsere Getränke im Schnitt nach 10 Minuten, ein Bekannter hatte wenig Glück und stand ca. eine Stunde an. Geht es noch?

Ok, bis zu diesem Punkt war ich noch bereit meinen angestauten Ärger einfach herunter zu schlucken. Schließlich war man ja wegen den tollen Bands angereist und hier kann ja eigentlich auf einem professionellen Festival nichts schief laufen. Aber auch hier eine herbe Enttäuschung nach der anderen. Der Sound war nahezu immer wirklich grausam. Permanent fielen Boxen aus, die Lautstärke pendelte und oft war nur ein einziger Brei zu hören. Immer wieder gab es zwar Lichtblicke, und so konnte man die Shows von Motörhead und Metallica ohne gravierende Ausfälle genießen. Was aber teilweise bei Slayer mit dem Sound los war, machte mich sprachlos. Mir ist durchaus bewusst, dass es nicht ganz einfach ist, bei einer solchen Veranstaltung unter den gegebenen Wetterbedingungen einen immer perfekten Sound zu produzieren, aber was hier teilweise den Fans zugemutete wurde, war eine absolute Frechheit.

Ein weiterer Mangel, der den Genuss der Bands einschränkte, war die äußerst unvorteilhafte Aufstellung der Mischpulttürme. Diese waren so nah vor den Bühnen platziert, dass man nur von ausgewählten Positionen auf dem Gelände überhaupt auf die Bühne sehen konnte. So war über weite Teile der Show Fernsehen auf den beiden Leinwänden angesagt. Diese  funktionierten im Übrigen sogar meistens.

Über die Bands braucht man eigentlich kaum weitere Worte verlieren. Alle Bands lieferten sehr stimmige und professionelle Shows ab. Es handelt sich fast durch die Bank um alte Hasen,  die ein solides Best-Of Set ablieferten. Höhepunkte waren sicherlich Slayer, die alle Hits und ein paar Songs von „World Painted Blood“ zum Besten gaben, Alice In Chains, die mit ihren Hits auf der Hinterhand nichts falsch machen können und Motörhead,  die lebende Legenden sind, was bei ihrem Auftritt wieder einmal klar wurde. Auch Rise Against, Megadeth, Stone Sour (mit vielen Songs vom neuen Album) und Volbeat („Danke an unsere Vorband Metallica“) lieferten tolle Shows ab. Metallica spielten ein Feuerwerk an alten und ein paar neuen Songs. Dazu gab es immer wieder Pyros und Feuerwerk. Beeindruckend war vor allem die riesige Leinwand hinter der Bühne. Die ganze Band, allen voran James Hetfield, gab sich sehr spielfreudig und gut gelaunt. So konnten die Bands das, was der Veranstalter verbockt hatte, zumindest temporär vergessen machen und die Stimmung immer wieder anheben.

Am Ende des Konzertes machten sich die Massen auf, das Gelände zu verlassen. Die vorhandenen Notausgänge wurde nicht geöffnet und so mussten alle Besucher wieder die Odyssee durch den Schlammsee und den Marsch zum Parkplatz, der übrigens kaum beleuchtet war, antreten.

Sicherlich macht schlechtes Wetter die Durchführung einer solchen Großveranstaltung zu einem deutlich schwierigeren Unterfangen, dass aber vom Veranstalter keinerlei Maßnahmen getroffen wurden, um die Schlammsituation zumindest zu verbessern (Stroh, Kies, Platten ? ) ist für die Besucher nicht nur extrem unangenehm sonder auch aus sicherheitstechnischer Sicht schlicht verantwortungslos. Nicht auszudenken, was passiert wäre wenn wirklich eine größere Notsituation entstanden wäre. Für die Rettungskräfte gab es nämlich ebenso kein Durchkommen.

Nach dem Festival war erst mal stundenlanges im Stau stehen angesagt - kein Wunder, denn es war niemand da der den Verkehr regelte. Die nächste Frechheit erwartete die armen Schweine, die mit ihren Autos im Schlamm auf dem Parkplatz stecken geblieben waren. Die mussten sich nämlich kostenpflichtig von einem Traktor abschleppen lassen.

Die Organisation hat also an allen Fronten voll versagt und aus einem Festival mit absolut großartigem Lineup durch Stümperhaftigkeit, Verantwortungslosigkeit und Geldschneiderei ein untragbares Desaster gemacht.  Für mich und sicher tausende andere steht fest: Nie wieder Sonisphere, egal wer spielt.

Rolf Gehring

(rg)

Dieser Artikel wurde 1616 mal gelesen

Kommentare
Natascha Wiggenhauser schrieb am 20.06.2010 19:17:44

endlich mal ein ehrlicher bericht über das festival und die miese organisation!

Tina schrieb am 20.06.2010 19:50:07

Endlich ein Bericht, der zeigt, wie es wirklich zuging und nicht alles schönredet!!! Danke Rolf Gehring, dass endlich jemand kein Blatt vor den Mund nimmt!!!!!

Sonisphere 2010, ich war auch im Jonschwiler schrieb am 20.06.2010 19:55:38

http://www.facebook.com/home.php?ref=home#!/pages/Sonisphere-2010-ich-war-auch-im-Jonschwiler-Sumpf/113337582046071?ref=ts

Romana schrieb am 20.06.2010 20:00:11

Genauso hats sich zugetragen, aber unsere medien haben ja null eier in der hose und verharmlosen alles...

Iläy schrieb am 20.06.2010 20:17:16

Herzliche Gratulation Rolf Gehrig für diesen grossartigen Beitrag, du sprichst mir aus der Seele!

Manuel schrieb am 20.06.2010 20:28:25

Trifft es ganz genau! Nicht zu vergessen, dass das für die Sicherheit zuständige Personal, sich nicht nur in keinster Weise um Notleidende gekümmert hat, sondern sogar deren Bitten mit sarkastischen Sprüchen verneinte...

Elisabeth schrieb am 20.06.2010 21:06:27

Danke Rolf, super geschrieben! mit keinem Wort übertrieben! Hoffe fest, dass dies der veranstalter liest!

The Digger schrieb am 20.06.2010 21:36:28

Hallo, näher an der Wahrheit geht es nicht. Allerdings hatte ich Glück im Unglück. Hier meine Erfahrung: Anreise Freitag gegen 11 Uhr (während der Fahrt erstmal mit 2l Wasser und Essen aufs Schlimmste vorgesorgt - sollte sich später als der Goldene Zug erweisen), geparkt am Ortsausgang auf Wiese (in weiser Vorsicht Karre so abgestellt, dass ich keinen Trekker brauchte). Fussmarsch rund 30 Min fand ich OK. Scheiss auf Shuttlebus. Die Parkplatzeinweiser hatten allerdings wohl keinen Plan, war aber noch Guter Dinge.Stau OK. Bin Fussball-Bundesliga erfahren, würde ich noch nicht Stau nennen. Kumpel war schon Do abends da, auf "Schlamm" vorbereitet per SMS. Zunächst an der Backstage an der Schule vorbei (die hatten trockene Füsse!) komplett ums Gelände rum mit 1. Aussicht auf den Schlammassel :) Am Eingang angekommen allerdings ein Bild des Grauens. In 20 Jahren sowas noch nicht erlebt und trotz Vorwarnung nicht mit sowas gerechnet. Durch einen Schlammsee an den Eingang, Bändeltausch, Securitycheck und plötzlich mitten im Campingbereich, der laut Plan aus der Website getrennt vom Rest sein sollte. Hallo? Zu dem Zeitpunkt alles egal. Schlammwanderung Richtung Bühne. Dort gab es je Bühne einen abgegrenzten Innenbereich. Also Richtung Einlass Innenraum Mainstage. Dort wurde für Anthrax aufgebaut: Tag gerettet. Dann stand ich den Ganzen!! Anthrax Gig 2m vor dem Innenraumeinlass der von den Secs geschlossen wurde, obwohl dort noch massig Platz war. Drücken Schieben volles Programm, aber anstatt die Leute reinzulassen wurden die Wellenbrecher verstärkt. Nach Anthrax eskalierte das Ganze und wie auch immer gelang man plötzlich doch wieder kurzzeitig rein. Ich schaute schnellstmöglich danach reinzukommen alles andere war mir egal und die Situation mit den Secs (z-T. wohl angelernte Dorfjugend) die garnix im Griff hatten, war mir persönlich zu heiss. Im Innenraum stand ich dann bis Metallica Ende (dort sogar in der 2. Reihe mit einem Freiraum von 1m Radius, da der Innenraum von Mittags an bis Metallica Ende gesperrt war und nur zu 60% gefüllt war. Essen/Trinken/WC egal - Do or Die. Wäre ich raus, dann nix mehr Innenraum. Da war mir ein guter Platz wichtiger um wenigstens das Beste aus dem Ganzen zu machen. Sicht auf Bühne, Sound, Leinwände - optimal - zudem wurde noch Gehörschutz verteilt sonst wäre das nicht auszuhalten gewesen. Saulaut - Nur Bass und gefühlte 160db Schalldruck - bei Metallica waren Bassdrum und Bass rund 50% lauter als der Rest - What the hell? Den besten Sound hatten Motörhead - ach ja die sind nur zu 3. da ist nicht soviel einzustellen - ich vergass. Nach Metallica Schlammabmarsch und erstmal pinkeln. Über den 1. Notausgang auf Asphalt !!! gelaufen um Kumpel treffen, den ich eigentlich schon um 12 sehen wollte. Beide Schnauze voll - Abmarsch. Trekker für Kumpel organisiert und für 10€ dessen Wohnmobil rausschleppen lassen. Fand ich OK - die Jungs waren freundlich und hilfsbreit (erst hinterher freunlich nach 10€ gefragt). Dann durch den Ort zu Fuss zum Auto (gemütliche 40 Min nachdem ich 30min von der Stage bis an den Eingang brauchte. Am Dorfbrunnen heiteres Schuhe waschen und überall Schlamm und Dreck (Gehweg, Strasse, ...). An der Parkwiese angekommen wurde ich als Verkehrkadett verhaftet und musste 1h den Parkplatzlotsen spielen da die Schweizer Jungs mit Trekkerabschlepperles beschäftigt waren. Wehrmutstropfen: Internationales Zusammenhelfen um die Karren aus dem Dreck und der Wiese zu bekommen. Man war vom Ganzen Tag genug geplagt. Gegen 3 Uhr dann raus aus der Wiese und gediegene Abfahrt ohne Stau, da sich die Autoschlange doch schnell auflöste. Strassen natürlich verdreckt bis ins nächste Kaff. Nach 30 min wieder in Konstanz - Gute Mucke scheisse organisiert. That's not the way I wanna Rock 'n' Roll. Trotz allen Missmanagements der Veranstalter muss ich hier noch die "Normalos" loben. Seien es die Verkehrskadetten, die selbst 3-4 Dörfer weiter noch nachts um 3 auf den Strassen standen und den Weg Richtung Autobahn wiesen (unsere Deutsche Polizei schickt dich in 1 Richtung ab und dann Leck Arsch), oder die Jungs die in unserem Parkplatz hilfsbereits mit 4 Trekkern schnell und gekonnt rausschleppten (10 €/10 sFr) und hinterher kassierten. Fazit: Warum kein Fussballstadion für so ein Event? Da ist der Rasen mit Drainagen versehen und Platten auslegen sowieso nötig, Versorgungsstände und Personal dauererfahren was Großveranstaltungen angeht. Oder Locations wie der Hockenheimring, die dauerhaft bewiesen haben, dass man dort organisatorisch was drauf hat. Jonschwil NEVER.

mixX schrieb am 20.06.2010 21:59:16

umfassende berichte auch hier auf der facebookgruppe "Abzockerei Sonisphere Festival Schweiz! / Rip-Off Sonisphere Festival!" http://www.facebook.com/?sk=messages&tid=1327746955546#!/group.php?gid=131362943558242&v=wall metaller sind zwar in der regel keine weicheier, aber auch keine dummen tiere, welche sich derart verarschen und abrippen lassen. sie sollten in klagen ersaufen, wie wir im sumpf und die gelder sollten zugunsten der behindertenorganisationen gehen. denn wer gehbehinderte aus eigener faulheit und inkompetenz vor den türen eines solchen events abweist, sollte es richtig dreckig bekommen

Dominik schrieb am 20.06.2010 22:53:57

Hallo Rolf, danke für die sehr treffende Beschreibung dieses denkwürdigen Events. Was man positiv anmerken kann ist dass das Publikum sich größtenteils toll verhalten hat und die Situation mit Humor genommen hat und untereinander solidarisch war. Ansonsten hätte es wohl wirklich apokalyptische Ausmasse angenommen. War vor 2 Wochen bei Rock im Park und wenn ich mir das dortige Publikum in der gleichen Situation vorstelle wird's mir ganz anders. Metal-Publikum ist halt doch cooler und im Extrenfall vernünftiger drauf als irgendwelche pseudocoolen Punkrockkids ;-)

Rolf schrieb am 21.06.2010 01:26:16

Hab hier noch eine nette Ergänzung die ich so noch nie erlebt habe. Ich bin ein gehbehinderte Metalfan und hatte bisher noch nie Probleme mit den Veranstaltungen, bis zu diesem Festival. Zum Glück hatte ich nette Mädels mit dabei, die mich durch den Schlamm zogen bis zur fast vollständigen Erschöpfung. Als ich dann endlich beim Rollstuhlbereich angekomen bin kam der nächste Schock. Es hatte nicht einmal einen Stuhl oder eine Bank. Nach mehreren Anfragen hies es, dass Bänke nicht bewilligt seien. Danach habe ich die Security gefragt, ob sie auch etwas studieren könnten und mir doch verraten sollen, wie ich das Konzert so durchhalten solle? Immerhin gab dies dann den Anstoss doch noch 2 Holzbänke zu organisieren, die nachher mehr als nur gut besucht waren. Etwas zu trinken oder essen zu organisieren war unmöglich. Also hungerte ich mich den Tag durch. Ein Klo in der Nähe gab es auch nicht. also musste ich meine Mädels organisieren um wenigstens meine Notdurft am Zaun verrichten zu können, da die WC-Anlagen sowieso vielzuweit weg waren. Somit war ich den Rest des Tages auf dieser Plattform vor der Bühne, wie Robinson Crusoe auf seiner Insel, gefangen. Zum Glück ist nichts wirklich schlimmes passiert, sonst wäre dies ein riesen Unglück geworden, da die Rettungskräfte nicht zu den Verletzten hätten vordringen können.

Jan schrieb am 21.06.2010 14:02:22

Ganz genau so seh ich es auch. Ich war zwar als Helfer dabei und musste essen ausgeben aber der Matsch war auch für mich ein Problem sowie die Unterzahl an Helfern was purer Streß und lange Wartezeiten für die Fans mit sich zog!!!! Um 23 Uhr habe ich mich dann auf den Weg zum Schwarzenbacher Bahnhof gemacht. Zu Fuß natürlich ,dann es gab ja kein Bus, nachdem ich schon ca. 12h auf den Beinen stand!!!!! Doch oh Wunder da kam ein Wilmobil!!! Das war ein Mini-Bus in den max. 15 Personen passten. Mit dem bin ich dann noch heil nach Wil an Bahnhof(mein Endziel) gekommen. Doch dieses Mobil ist mir auch nur zufällig und wahrscheinlich als eines der einzigen über den Weg gefahren!!! Scheiß Organisation wie ihr schon sagt!!!!!

Roli Rock änd Roll schrieb am 21.06.2010 15:04:26

Mecker, Mecker! Auf was habt ihr euch denn eingestellt als ihr gehört habt, dass es regnen wird am Festival? Wie so viele andere die weissen Socken mit den Turnschuhen eingepackt, dazu noch ein leichtes Shirt mit rosa Rüschen drauf, und gehofft, dass man für euch dann schon mal ein trockenes Plätzchen finden tut? Dass das Wetter die Organisation nicht gerade vereinfacht hat sollte doch jedem einleuchten, oder??? Es herrschte in der ganzen Region Ausnahmezustand! Holzspäne wolltet ihr am Boden haben? Ist das wirklich ernst gemeint? Ihr habt die Menge Schlamm aber schon gesehen? Und Sitzgelegenheiten für 50000 Personen. HALLO??? Dass für Behinderte Menschen keine Möglichkeit bestand das Festival zu sehen find ich allerdings auch sehr, sehr beschämend. Und JA...es war das totale Chaos. Es fiel soviel Regen wie normal in einem Monat...wer bitte konnte solch eine "Katastrophe" vorhersehen?? ABER...ich war dabei und habs einfach nur genossen! Unsere Vorfahren in Woodsock habens sicher auch nicht alle so richtig cool gefunden, aber alle wollen doch die Erfahrung bestimmt nicht missen, oder? Zur Errinnerung, da gabs keine Verpflegungsstände, Dauerregen, Schlamm, die Armee musste eingreifen um die Zustände in den Griff zu bekommen, SEX und Drogen gabs und die meisten fandens geil. Schlamm und Dreck hin oder her. Auch die, die keinen Sex hatten fandens geil! War schon am Donnerstag dort (nicht in Woodstock, in Jonschwil) und genau wie alle andern, bin auch ich und wir nass und nässer geworden. Who cares...it's only Rock'n Roll...but I like it!!!! Warmduscher bitte das nächste Mal zuhause bleiben, oder Lady Gaga im Hallenstadion besuchen!!!!!! Dann aber doch noch eine Rüge an die Organisatoren und die Abzocker, die sich an den durchnässten und wirklich müden Rockern bereichern wollten. Abschleppen für 100 Franken??? F.ck you!!! So wollen wir das Toggenburg, die Schweiz oder die Region Wil doch nicht präsentieren!!! Nun ja...Ärsche gibts ja überall, aber sonst wir doch eigentlich ganz passable Typen hier im CH -Ländle. Und aufgrund der vielen, vielen negativen Feedbacks wäre es wünschenswert die verschiedenen Anliegen und Anregungen auch ernst zu nehmen! PARKPLATZPROBLEM muss anders gelöst werden! Bei trockenen Verhältnissen hättet ihr es auch super gefunden so nahe bei Gelände parkieren zu können...Aber er pisste halt wie aus Eimern, der Petrus. Im Unterschied zu vielen anderen hatte ich aber keine Probleme, weder bei der ANreise noch der Abreise, und den Fussmarsch von 30 Minuten habe ich gerne auf mich genommen, auch wenns anstrengend war. Zugegebenermassen war der Nachhauseweg noch viel länger, obwohl wir doch den selben Weg genommen hatten. Mich dünkt es hätte mehr Kurven gehabt nach dem Konzert...viel mehr! Und sollte euch in Zukunft wieder einmal einer abzocken wollen und fürs Bier zu viel verlangen...Schmeisst es ihm an die Rübe, schreit, weint oder tut was auch immer, aber einfach bezahlen und den Ärger runterschlucken? Ich weiss nicht recht. Ich kanns mir nicht verkneifen aber anbei noch an alle Fussballfans, die sich aufregen, dass ein Spiel, oder Teile davon nicht zu sehen war. Was wolltet ihr denn an einem Heavy Metal Festival, wenn ihr doch lieber auf gedeckten Tribünenplätzen im Fussballstadion gesessen hättet! Und dann noch die Anmerkung, dass das ganze Festival eigentlich doch recht günstig war für CH Verhältnisse. 130 Fr. für zwei Tage volle Kanne Musik...Ich kann nicht meckern, sorry! 250 Fr. für die Rolling Stones, und nur die Stones, im letzten Jahr stehen zum Vergleich. 6 Fr. für ein Bier bezahlt man bei uns bei jedem Dorffest. Und Toiletten gabs nun wirklich zur Genüge auf dem Gelände. Unsere Begleiterinnen haben auf alle Fälle nicht gemeckert. Und die pinkeln was das Zeug hält. Und immer wieder! Also, nach euren Aussagen zu urteilen wäre wohl das Einzige richtige gewesen die ganze Veranstaltung abzusagen, denn die aussergewöhnlichen Wetterverhältnisse machten die ganze Sache wirklich zu einem apokalyptischen Anlass...ABER, wärt ihr nicht die Ersten gewesen, die dann geschrien hätten. WEGEN DEM BISSCHEN REGEN! Ich freue mich auf das nächste Mal...hoffentlich bei schönem Wetter!!! Hands up guys! Roli, Rock änd Roll, B.

RalpH schrieb am 22.06.2010 11:13:33

Lieber Roli, Am Wacken 2007 wars genau so: die ganze woche vorher hats gepisst wie sau. Aber dank RICHTIG viel stroh gabs keine schlammschlacht, man konnte sogar absitzen. Somit wäre auch gleich das Problem mit den Sitzgelegen gelöst. Und man wäre schneller zu den Toiletten gekommen. Und die Security hätte es einfacher gehabt. Und die Leute hätten nicht so stark gefroren (am Woodstock war es nämlich warm!). Und wenn wir schon beim Woodstock sind, dort war die Organisation auch nahezu inexistent. Aber da dies absolut vorhersehbar war, und es weder offizielle Zeltplätze noch Platzprobleme noch Securitykontrollen am eingang gab, konnte man sich wenigstens alles überlebensnotwendige ans Konzert mitnehmen. Wenn man schon keine Getränke mitbringen darf, dann erwarte ich wenigstens eines kaufen zu können, ohne 10min anstehen, und auch ohne 20 minuten durch den schlamm waten! Stichwort 1.5L Pet-flaschen, das hätte die Problematik wesentlich entschärft. Aber nein... Und die Soundqualität: Das woodstock war gratis. Hier habe ich immerhin 130.- bezahlt. Und trotzdem tönt jedes Quartieropenair besser. Schade, die Bands hätten es besser verdient! --RalpH

Roli schrieb am 22.06.2010 19:56:21

Good on ya Ralph. Keep it rockin' man Normalerweise schreib ich ja nicht so viel Zeugs, aber mich juckt es schon wieder in den Fingern, denn versteht mich nicht falsch. Ich möchte hier die schlechte Organisation keinesfalls schönreden. Hey Leute, ich bin der Erste der jammert wenn das Bier nur mühsam zu erhaschen ist. Aber die Zeit bis zum Zapfhahn konnte man doch durchaus sinnvoll nutzen nach meiner Erfahrung. Und viel länger als ein „Tütchen“ und einem netten Augenzwinkern mir der netten Nachbarin hab ich also auch nie gewartet. Vielleicht stelle ich auch meine Ansprüche nicht so hoch, denn wie ich finde wartet man doch auch an anderen Anlässen mal mehr oder weniger lang auf sein kühles Blondes. Und schmeckt auch nicht immer! Und meistens steh ich da ganz ohne Tütchen!?!? Der Ralph hat natürlich recht wenn er sagt, dass viel, viel, aber sehr viel Stroh geholfen hätte und auch ich hätte meine müden Beine gerne mal etwas hoch gelagert. Ob ich dann allerdings jemals wieder aufgestanden wäre möchte ich hier gar nicht näher erläutern. Ich wohne ja ganz in der Nähe und glaubt mir, dass wirklich erst Stunden vor dem Konzert klar wurde wie stark es denn eigentlich regnen würde. Kurz bevor wir unsere Sachen am Donnerstag packten hiess es im Radio plötzlich, dass schwerer Regen mit Überschwemmungspotenzial zu erwarten wären. Das konnte nicht mehr gutgehen! Fuck St. Peter! Meine Meinung ist einfach, dass ich mir das tolle Erlebnis nicht durch ein paar „Ungereimtheiten“ verderben lassen will, die es nun wirklich überall immer wieder gibt. Ich bin ja kein „Heuriger“ mehr und hab schon so manche coole Stunden oder Tage in Bezug auf Open Airs und Konzerte miterlebt, und das Sonysphere Festival wird ganz oben auf meiner Liste stehen, vielleicht oder grade weil es so ein Chaos war. Ich auf jeden Fall werds so schnell nicht vergessen. Fuck NO! Und die Kopfschmerzen lassen nun auch langsam nach! Thanks St. Peter! Und Wacken steht ganz oben auf meiner Liste. Da möcht ich unbedingt mal dabei sein. Kenns zwar nur von DVD's oder Zeitungsberichten, aber jetzt wo ich weiss, dass man da nie anstehen muss für ein Bier, dass die Toiletten nahe und sauber sind, und dass die Security mich nach meinen „Tütchen“ immer im Auge hat sollte ich das Kraut zusammen mit Hopfen und Malz nicht vertragen, könnt ihr mich also definitiv auf die Gästeliste fürs kommende Jahr setzen! Ehrlich ich werde kommen! Das ist doch aber in Deutschland, oder? Sollte ich da womöglich mein Tütchen zuhause lassen? Ich klärs noch! Also in diesem Sinne! Have fun, AND.................................ENJOY! Rock Hard! PS. Und das Konzert in Woodstock war erst gratis, als sie alle Kassenhäuschen niedergetrampelt hatten, weil statt den erwarteten 60000 Leuten mehr als 400000 Personen das Gelände stürmten. Was blieb ihnen übrig? Rock änd Roll

RalpH schrieb am 22.06.2010 20:59:28

Jeeeeeja, ganz so schlimm wars schon nicht. Drum habe ich auch mehrheitlich nicht gesagt dass alles absolut beschissen war, sondern wie man es hätte besser machen können. Und am Wacken bin ich wirklich nie(!!) länger als 5min angestanden für ein Bier oder Hotdog, wobei ich zugegebenermassen mich in den Randstunden verpflegt habe. Zudem durfte man ein 1L Tetrapack mitnehmen, und es hatte wasserhähne zum nachfüllen. Die Toiletten waren nicht wirklich sauber, es hätten auch ein paar mehr sein können, aber deutlich besser verteilt als am sonisphere. Und gekifft wurde auch am laufmeter, glaub mir das :) Übrigens musst du nicht bis nächstes jahr warten mit wacken, es ist anfangs august! Aber das Getränkeregime vom Gurten Openair ist immernoch unerreicht: 3 Liter in petflaschen pro person, unten im tal wird sogar bier in 0.5L-petflaschen sixpack verkauft :D Ich habe mir natürlich 1.5L Gin Tonic mitgenommen :) ....keep on rockin'!

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